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Kinder, Jugend und Familie - die Zukunft der Kirche und unserer Gemeinde
Teilnehmer am Klausurtag des PGRs am 24. Sep. 2016

Können wir die Gemeinde wieder in den Lebensalltag von Kindern, Jugendlichen und jungen Familien bringen? Wie vermitteln wir Kindern und Jugendlichen Glaubenserfahrungen, die ihnen eine Entscheidung für Glaube und Kirche ermöglichen?

Um dieses wichtige Thema und weitere Fragen ging es beim Klausurtag des Pfarrgemeinderates, der in mehreren Sitzungen des neu gegründeten Arbeitskreises „Kinder-, Jugend- und Familienarbeit“ vorbereitet wurde.

Seit Februar 2015 befasst sich der Pfarrgemeinderat sehr intensiv mit der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit in unserer Pfarrei und bat die Herren Pastoralreferenten Max-Josef-Schuster und Josef Gründel von der Gemeindeberatung des Erzbistums Bamberg um Unterstützung, mit dem Auftrag ihn in seinem Bemühen zu begleiten und die richtige Weichenstellung für die Zukunft zu finden.

Beim Klausurtag im September in Heroldsberg trafen sich nun 16 Teilnehmer aus dem Arbeitskreis, dem PGR, einem „Expertenteam“ der Kinder- und Jugendarbeit, sowie unsere Hauptamtlichen Pfarrer Matthias Untraut und GR Bernhard J. Wolf unter Leitung bzw. Moderation der Gemeindeberater Schuster und Gründel.

Um die Bedürfnisse der Kinder, Jugendlichen und Familien in unserer Pfarrei besser kennen zu lernen, wurde im Vorfeld eine Umfrage in unserer Gemeinde durchgeführt und die Ergebnisse in den Klausurtag eingebracht.

Herr Schuster und Herr Gründel informierten uns auch über die gesellschaftlichen „Megatrends“ und ihre Auswirkungen auf das Image und die Außenwahrnehmung der Kirche:

  • In einer Gesellschaft, die viel Wert auf Ästhetik legt, hat die Kirche auf den ersten Blick oft einen abschreckenden Auftritt.
  • In einer Gesellschaft, in der die Menschen nach dem persönlichen Nutzen von Religion und Glauben fragen, trauen sie der Kirche nur noch selten zu, dass Gottesdienste und Veranstaltungen ihnen für ihren Alltag etwas bringen.
  • In einer Gesellschaft, in der Menschen grundsätzlich Institutionen misstrauisch und äußerst kritisch begegnen, landet die Kirche bei der Frage nach der Vertrauenswürdigkeit auf dem allerletzten Platz.
  • In einer Gesellschaft, die demokratische Freiheiten garantiert, und in der Freiheit ein hoher Wert ist, hat die Kirche ein Image, das den Menschen keine Freiheit lässt und sie eher verhindert als fördert.

Angesichts dieser vier gesellschaftlichen Megatrends wird der Arbeitskreis sowie der Pfarrgemeinderat in den nächsten Sitzungen die Ziele für die Zukunft der Kinder, Jugend- und Familienarbeit konkretisieren. Für alle Interessierten sei darauf hingewiesen: die Sitzungen des Pfarrgemeinderates sind grundsätzlich öffentlich (24.01. und 09.03.). Sie dürfen sich gerne zu diesem Thema einbringen.

Datum: 06.11.2016
Autor: Monika Hussy, AK Kinder, Jugend und Familie